Sonntag, 18. November 2018

Es muss irgendwie

Hallo Ihr Lieben da draußen ,

es läuft gerade nicht viel Erfreuliches . Und trotz guter Vorsätze bin ich dem
stressigen Trott wieder verfallen .
Seit 2 Wochen bin ich wieder arbeiten , ich hatte mich gefreut . Trotz  der üblen
Botschaft , das meine liebe Kollegin hingeschmissen hat , weil es mit dem
besonderen Mitarbeiter nicht funktioniert und keine Veränderung eintreten wird .
Tja , die Frage , warum 5 Leute nicht dagegen ankommen , beschäftigt weiter ,
aber die größte  und wohl einzige Erklärung ist , das man auf Leitungsebene wohl
nicht mehr auf gestandene Mitarbeiter Wert legt . Punkt .

Immer öfter hört man , das neue junge Mitarbeiter gefragt sind , die sind so flexibel
und offen für Veränderungen . Ja klar , nach über 30 Jahren im Job haben WIR
mehrfache Erfahrungen gemacht . Und auch immer wieder mit neuen Leute neu
gearbeitet und sind doch beim altbewährten gelandet . Was sagt uns das ? Und in der
Betreuung ist eben auch das wichtig , Beständigkeit .
Wir hören auch von Anderen von dieser Problematik und entweder sie entscheiden
sich zu gehen oder aber geben sich dem hin . Da ist man zwar nicht mehr man selbst ,
aber man soll ruhiger leben .

Gefällt mir Beides nicht , aber ich werde versuchen anders zu arbeiten . Wenn das
nicht geht , lasse ich mich auf das herrschende Niveau herab .
Sollte mir das nicht bekommen , kann ich immernoch gehen .

Aber nicht nur ICH denke , nicht wir sollten gehen .

Schon am ersten Tag merkte ich , das ich sofort in diesem Kreislauf drin bin .
Nicht gut geschlafen , eingeengt gefühlt vorm Dienst , im Dienst wieder dieser
Spagat zwischen Betreuungsarbeit und Büroarbeit und Pause .
Top Tens setzen , prima , es ist alles wichtig .
Und überhaupt , es waren wieder so kleine " Wehwechen " da , die hatte ich die
ganze Zeit zu Hause nicht . Das war schon gruselig .

Seit Tag 3 bin ich mit meinen guten Vorhaben wieder eingebrochen .
Geplant habe ich einen Ablauf , der durch unplanbare Dinge nichtig ist und mich
derart in Zeitdruck bringt . Nicht mal was getrunken , nicht zum Klo gewesen .
Ich meine , das geht anderen doch nicht so . Und ich rauche nicht mal , ihr wisst
viell was ich meine .
Mach ich das falsch mit der Tagesplanung , habe ich zu hohe Ansprüche an mein
Tun ?

Jedenfalls bin ich zu Hause so platt , das nix geht .
Aber ich ermahne mich , an mich zu denken .
War ich für Kollegen Abschied und Geburtstag was besorgen , war ich in der
Nähe einer Entspannungseinrichtung . Kurzerhand hab ich mich entschlossen ,
mich 45 min dem angeleiteten Nichtstun hinzugeben , sooo schöööön .

Gestern ein kleines Familientreffen bei mir . Die Vorbereitung war da eine
Herausforderung , aber dann war es einfach nur Balsam für die Seele .
Heute eher Nichtstun , ist ganz in meinem Sinne .
Dabei hab ich noch so einiges vor .
Viell noch weiter mit der Weihnachtsdekoration machen .
Stollen will und müsste ich dann endlich mal backen .
Stricken und  CO geht immernoch nicht , aber die Hand wird wohl besser .
Und das Übliche halt , wie Wäsche und so .
Arzttermin , Gesundheitskurs , shoppen und angeleitete Entspannung .

Und das bei fast nur Spätschichten in diesem Monat .

Richtig richtig kalt ist es geworden , bissl hab ich auch noch im Garten zu tun .

UMDENKEN , ICH MUSS UMDENKEN .
ICH WILL MICH DEN GANZEN TAG GUT FÜHLEN .

Herzlichst liebe Grüsse von JANI

P.S. Nächster Post wieder erfreulicher , versprochen . Aber das muss ich auch
       Alles los werden und es erklärt meine Stille hier am Blog .



10 Kommentare:

  1. Hallo liebe Jani,

    ich denke es ist wirklich schwer dem alten Trott nicht zu verfallen, ich kenne dass nur all zugut. Gerade in manchen Berufen kann man nicht Allem gerecht werden. Und viele Dinge sind einfach eingefahren, dem ist so schwer beizukommen. Ich kann deine Worte gut nachvollziehen. Was ich aber toll finde, du erinnerst dich daran, dass du etwas ändern möchtest, dass du an dich denkst, an deine Familie , du gibst nicht auf, das ist doch schon mal gut und bewundernswert, oft merkt man ja gar nicht in was für einem Hamsterrad man da seine Runden dreht, man funktioniert nur noch.
    Ich schicke dir ganz viele liebe Grüsse
    Barbara

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    1. Vielen lieben Dank für deine wärmenden Worte .
      Trott muss ja nichts schlechtes sein , aber hier ist
      er gemeint als die Aneinanderreihung von Erledigungen ,
      die einen so unter Druck und in Stress versetzt .
      Ich hab doch auch das Recht , das es mir auch mit und im
      Job gut geht . Wehe man äußert das , das man nicht
      belastungsfähig ist .
      Was macht man aber dagegen ?
      Ich hoffe , ich zerbreche nicht an den Grübeleien darüber .

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    2. Und dann eben ein Kollege der nicht ehrlich
      im Team arbeitet .
      Das ist alles so anstrengend und macht krank .
      Was ich dafür für Kraft und Energie aufbringen
      muss . Bisher erfolglos , das ist schlimm .

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  2. Liebe Jani,
    ich kann dich so gut verstehen. Dass auch immer ein Mitarbeiter im Team sein muss, der anderen das Leben schwer macht. Und dann steht und hängt es an der Leitung. Schade aber auch... Wenn ich es dir nur sagen könnte, ich suche auch immer nach dem Problem. Die Arbeitsbelastung ist hoch und in der Pflege auch noch emotional anspruchsvoll. Wenn man gute Arbeit abliefern will, dann hat man viel zu tun. Ich möchte das auch nicht, dass mir Fehler unterlaufen. Und ich fühl mich auch erschöpft und weiss nicht, was noch alles mit rein spielt. Du machst das toll *drück dich
    Stollen klingt echt lecker *herz

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    1. Herzlichen Dank für deine lieben Worte .
      Das ist ja auch so ein Problem , es ist so viel
      so tun , das garnicht in 8 h zu schaffen ist ,
      somit ist ja keine gute Arbeit zu leisten . Die ja
      hier beim Menschen liegen würde , aber die müssen
      leider zurückstecken , damit ich der Büroarbeit
      widmen kann .
      Alles Scheisse deine Ellie , das ist wohl unlösbar .
      Aber Leute , die nicht ehrlich im Team arbeiten ,
      da muss was und schnellstens passieren .
      Ich hoffe .

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  3. Ich kenne das nur zu gut aus der Vergangenheit, liebe Jani. Doch sind wir ehrlich - DIESE Kollegen bleiben meistens und die anderen gehen. Es ist so schade, dass die Leitungsebene dann blind ist. Ich drücke Dich lieb und wünsche Dir viel Kraft. Herzlichst, Nicole

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    1. So lieb , danke dir Nicole .
      Ja da denkst du wohl richtig , aber das muss
      JETZT mal anders werden .
      Gerade heute hat er wieder gezeigt , das es
      nur um ihn geht . Ich hasse das so .
      LG

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  4. Liebe Jani, du weißt, dass ich dir sehr gut nachfühlen kann, was diese Geschichte mit gewissen Kollegen betrifft. Überhaupt hatte ich beim Lesen das Gefühl, der Eintrag hätte {teilweise} auch von mir stammen können. Nachvollziehen kann ich sowohl, dass du wieder "eingebrochen" bist, ebenso wie die Müdigkeit zum Feierabend. Für den Job, für andere rennt man und tut und macht. Und wenn man dann endlich Zeit für sich selbst hätte, ist man nur noch breit. Gruselig.
    Gut finde ich, dass du dich selbst daran erinnerst, etwas für dich zu tun. Und da sind wir schon bei dem, was ich dir hauptsächlich sagen möchte: Ich finde es sehr gut, dass du dein Blog dazu nutzt, dir Dinge von der Seele zu schreiben. Dafür ist es da. Natürlich hoffe auch ich auf erfreulichere Beiträge, einfach weil ich mir wünsche, {dir wünsche} dass du Erfreuliches erlebst.
    Herzlichste Grüße
    die Mira

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  5. Ganz lieben Dank dir Mira ,
    naja der Blog ist nicht grad die richtige Stelle , wie ich finde .
    Aber auch dieses Problem gehört zu mir und erklärt mich
    ein Stück weit . Und der Austausch mit Euch ist auf gewisser
    Distanz , da kommen ehrlichere Reaktionen . Im Bekanntenkreis
    kann ich kaum über so arbeitsprobleme reden , da kennt immer
    jeder irgendeiner , und das macht es schwierig .
    Meine Anfänge sind schon gut , reichen aber noch lange nicht , um
    bestehen können . Aber mit jedem Male wo ich es schaffe , auch an
    mich gedacht zu haben , bin ich zufriedener .
    Am Anfang steht immer das Bemühen .
    LG zu dir .

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